Sixt share jetzt mit Kilometer-Abrechnung: Was das für Carsharing-Nutzer bedeutet

Sixt Share
Sixt Share Kilometer

Sixt baut sein Carsharing-Angebot aus und führt eine kilometerbasierte Abrechnung ein. Damit können Nutzer in Berlin, Hamburg und München erstmals wählen, ob sie nach Minuten, Kilometern oder über Paketpreise zahlen möchten. Wir ordnen ein, was das neue Modell taugt.

Drei Tarife in einer App

Wer bisher mit Sixt share unterwegs war, kannte vor allem die klassische Minutenabrechnung – das Standardmodell im Free-Floating-Carsharing. Seit April 2026 gibt es nun eine dritte Buchungsvariante: Die Abrechnung nach gefahrenen Kilometern. Zusammen mit den bereits bekannten Stunden- und Tagespaketen stehen Nutzern damit drei verschiedene Preismodelle zur Verfügung, die sich direkt in der Sixt-App auswählen lassen.

Die Idee dahinter ist simpel: Je nach Fahrt soll das jeweils günstigste Modell wählbar sein, statt sich dauerhaft auf einen Tarif festlegen zu müssen.

Für wen lohnt sich die Kilometer-Option?

Die neue Abrechnung dürfte vor allem in einer Situation interessant werden: bei Fahrten durch dichten Stadtverkehr. Wer etwa im Berliner Berufsverkehr unterwegs ist und an jeder zweiten Ampel steht, zahlt bei minutenbasierter Abrechnung für Zeit, in der das Auto kaum vom Fleck kommt. Mit dem Kilometermodell wird dagegen nur die tatsächlich zurückgelegte Strecke berechnet – Staus und Wartezeiten kosten nichts extra.

Umgekehrt gilt: Für kurze Sprints auf freier Strecke bleibt die Minutenabrechnung vermutlich günstiger. Und wer sein Auto für mehrere Stunden oder einen ganzen Tag braucht, fährt mit den Paketpreisen am besten, die Sixt share für Zeiträume von einer Stunde bis zu 21 Tagen anbietet.

Was Sixt von der Konkurrenz unterscheiden will

Sixt positioniert das Update als Alleinstellungsmerkmal: Kein anderer Carsharing-Anbieter in Deutschland biete alle drei gängigen Abrechnungsmodelle gebündelt in einer einzigen App. Ob das in der Praxis einen echten Vorteil darstellt, hängt allerdings von den konkreten Kilometerpreisen ab – und die hat Sixt bislang nicht im Detail kommuniziert.

Ein weiterer Faktor ist die Flotte: Sixt share setzt traditionell auf Premiumfahrzeuge, was sich in der Regel auch im Preis widerspiegelt. Wer primär den günstigsten Tarif sucht, wird weiterhin Anbieter wie Miles, SHARE NOW oder stadtmobil vergleichen wollen.

Verfügbarkeit: Vorerst nur in drei Städten

Die kilometerbasierte Buchung ist zum Start in Berlin, Hamburg und München verfügbar. Ob und wann weitere Städte folgen, hat Sixt bisher nicht angekündigt. Für Nutzer außerhalb dieser drei Metropolen ändert sich vorerst also nichts.

Unsere Einschätzung

Die Einführung der Kilometer-Abrechnung ist ein sinnvoller Schritt, der Sixt share flexibler macht. Gerade die Wahlfreiheit zwischen drei Modellen pro Fahrt ist ein Pluspunkt, den andere Anbieter so nicht bieten. Entscheidend wird aber sein, wie transparent die Preisgestaltung im Detail ausfällt – und ob die Kilometerpreise tatsächlich konkurrenzfähig sind. Sobald Sixt hier mehr Details veröffentlicht, werden wir die Tarife auf CarsharingCheck.de im Vergleich einordnen.